# CCC – Seite 9 – maha’s blog

Filmnacht mit Steckrübensuppe

Zum sonntäglichen privaten Videoabend gab es gestern im Berliner Chaos Computer Club Steckrübeneintopf („Chefkoch“-Rezept, anderes Rezept) und dazu eine von meinen letzten Flaschen Sausenheimer Klostergarten Kerner Kabinett von 1998, den ich sehr empfehlen kann. Zunächst gab es The I Inside mit Ryan Phillippe, der mir sehr gefallen hat, vor allem wegen seiner nicht-linearen Erzählweise (und natürlich wegen des Hauptdarstellers, den man ständig im Closeup sieht). Anschließend gab es – thematisch passend – The nine lives of Tomas Katz, der zwar mehr oder weniger linear erzählt wird, aber ziemlich absurd ist. Der Film war der Höhepunkt des Tages, denn auch wenn der letzte Film, Carlito’s Way, Brian De Palma als Regisseur und Al Pacino als Hauptdarsteller hatte, kam die Story erst recht spät in Fahrt und konnte mich nicht wirklich überzeugen. Wahrscheinlich sollten wir in Ergänzung zu diesem Film noch die beiden Scarface-Verfilmungen sehen: die erste Verfilmung von 1932 und das Al-Pacino-De-Palma-Remake.

Fnordlicht

Bin mal wieder in Köln, um hier an einer Tagung teilzunehmen. Meine Zelte habe ich im Chaos Computer Club Cologne, kurz C4, aufgeschlagen. Dort gab es gestern abend ein Großereignis: das erste Treffen des „Nachwuchsprojektes“ Fnordlicht. Schon der Name ist sehr passend: ein Kofferwort aus Fnord und Nordlicht. Der C4 veranstaltet regelmäßig Projekte für junge Leute unter dem Titel „U23“ (für ‘Unter 23 [Jahren]’), da ja die Dreiundzwanzig eine besondere Bedeutung hat, wie auch das breitere Publikum spätestens seit dem gleichnamigen Film weiß. In diesem Jahr geht es darum, eine programierbare Leuchte zu konstruieren, die praktisch alle Farben mischen kann. Es handelt sich also um eine Mischung aus Löten und Assembler-Programmierung.
Als ich in den Club kam, war es schon sehr voll; es hatten sich auch 48 Leute angemeldet – hinzu kamen noch die CCCler selbst. Der erste Abend war eher theoretisch orientiert. Es wurde den Leuten ein paar Grundbegriffe der Elektrotechnik erklärt: Widerstand, Kondensator, Diode usw. Ich hab etwas zugehört und ein bisschen dazugelernt bzw. verschüttetes Wissen aus der Elektronik-AG meiner Schulzeit wieder aufgefrischt. Das Ganze wurde sehr verständlich dargestellt. Etwas schwieriger war dann die Assembler-Einführung nach der Pause (ich fühlte mich an die Computer-AG meiner Schulzeit erinnert), aber ich denke, die anwesenden Nerds hatten auch damit keine Probleme.
Ich muss sagen, das ist eine schöne Initiative, der ich da zufällig beiwohnen durfte, obwohl ich ja bestenfalls in die Kategori „U42“ gehöre, was aber auch eine schöne Zahl ist. Sogar der Heise News-Ticker hatte unter dem Titel „Kölner CCC sucht junge Leuchten“ darüber berichtet und ein Reporter vom Deutschlandfunk war auch dabei. Der wird mit O-Tönen berichten; auch auf der Webseite des Senders wird dann irgendwann ein Link zu finden sein, den man dank des Suchworts „Fnordlicht“ wohl kaum verfehlen wird. Der Erlanger CCC plant übrigens ein ähnliches Projekt unter der Bezeichnung „Lighteensy“.
Alles Krönung des Abends habe ich dann noch mit einem U23er den Wikipedia-Artikel Wetten geschrieben. Er kam nämlich aus diesem Ort, den es dort noch nicht gab; und weil es nichts geben kann, was nicht in der Wikipedia steht, haben wir uns gleich an die Arbeit gemacht: Wie die Lateiner sagen: Non est in mundo quod non est in Wikipedia. – ‘Es gibt auf der Welt nichts, was nicht in der Wikipedia steht.’ 🙂

Spider-Man 2

Zum Abschuss einer anstrengenden Programmsitzung für den Chaos Communication Congress gönnten wir uns noch einen Actionfilm, nämlich Spider-Man 2, der wirklich besser ist, als ich dachte. Ähnlich wie im ersten Teil sind die Charaktere gar nicht eindimensional. Vor allem die Titelfigur ist immer wieder von Selbstzweifeln geplagt. Auch dass der Böse nicht nur Böse ist, sondern bis zum Schluss hin- und hergerissen wird, macht die Geschichte interessant. Hinzu kommen die Spannungen zwischen Peter Parker, der zivilen Version des Spider-Man, und seinen Mitmenschen, wobei der Film nicht zu einer Seifenoper wird. Die Gefahr könnte aber für den dritten Teil bestehen. Sehr schön ist das Wortspiel, als Peter Parker überraschend mit Rückenproblemen zu kämpfen hat (“I’m back—my back!”) – gut, das muss man im Film sehen (wohl nur im Original möglich).
Es gibt eine Reihe von interessanten Filmzitaten, zum Beispiel aus dem ersten Teil, aus King Kong und die weiße Frau oder aus einem Buster-Keaton-Film. Sehr subtil ist die Einbindung des Theaterstücks The Importance of Being Earnest von Oscar Wilde, sozusagen als „Stück im Stück“, denn es handelt sich dabei um eine Verwechslungskomödie. Wahrscheinlich bezieht sich auch Harry Osbornes Äußerung “my brother” auf diese Komödie. Es ist schon erstaunlich, wie gut die Hollywood-Autoren sind.
Manchmal gibt es allerdings wenig überzeugende Handlungsabläufe: Wo bekommt der Held plötzlich seinen gut-gebügelten Anzug wieder her? Zur Erinnerung hätte vielleicht mal eingeblendet werden sollen, dass es sich um eine Comicverfilmung handelt. 🙂 Trotz dieses kleinen Mankos kann ich den Film – schon wegen der Spezialeffekte – empfehlen.

22c3 Content Meeting

Today we had another meeting in order to prepare the prepare the 22nd Chaos Communication Congress, in short: 22c3. We went through the first submissions and proposals for lectures and decided who else should be invited and get a CfP. As usual, it was quite a lengthy session, but it looks as if this year’s program is going to be really good—and even better than last year’s. 🙂
I think by October, 1st there will be about 300 submissions for perhaps 150 slots; that’s why it will be tough to review and evaluate the proposals. On the other hand, what will be accepted, will be promissing. This is a good perspective…
The theme or motto of this year’s Congress is “Private Investigations” with an allusion to Blade Runner. The theme has two perspectives:

Of course, the theme will not cover every aspect of the Chaos Communication Congress

Nicht auflegen, Urinstinkt

Berlin ist groß! Das merkt man besonders, wenn man mit dem Rad von Berlin-Schöneberg nach Berlin-Weißensee will und es ist draußen sehr heiß… Ich war bei einem Bekannten eingeladen, der direkt an der Grenze zwischen Weißensee und Prenzlauer Berg wohnt. Wir haben dort gemütlich auf dem Balkon gesessen, aber irgendwie fehlte es an gemeinsamen Gesprächsthemen. Da kann die Zeit ziemlich lang werden. Unterhaltsam war bloß, dass der Typ angefangen hat, seinen etwas überkandidelten hochdeutschen Akzent mit wat, dat, weeßte und zwee zu spicken, was völlig lächerlich klingt. Hiermit ergeht eine Bitte an alle zugereisten Neu-Berliner: Bitte nicht berlinern! Das klingt einfach nicht mit schwäbischem, rheinischen oder niederländischen Akzent.
Zum Glück konnte ich dann noch zwei Filme auf dem antiken Videobeamer des Berliner CCC genießen: Erst den wirklich tollen low-budget-Film Phone Booth, deutsch: Nicht auflegen oder französisch Phone Game (!) – außer in Kanada, wo auf den Franglais-Titel verzichtet wurde und der Film einfach La cabine heißt (schön sind die Kommentare auf der französischen Wikipedia-Seite). Sehr überzeugend switcht Colin Farrell vom Top zum Bottom (ob mir je jemand soviel Denglish verzeihen wird? Aber wie soll ich es sonst formulieren?). Den Film halte ich für unbedingt empfehlenswert. Es ist übrigens ein Realzeitfilm, was ich ja sowieso mag. 80 Minuten Spannung pur!
Anschließend gab es dann noch den Film Basic Instinct, der mich auf den zweiten Blick nicht mehr so sehr überzeugt hat. Der Soundtrack ist aufdringlich, die schauspielerische Leistung ist auch nicht überzeugend (außer vielleicht bei Sharon Stone, aber Marlene Dietrich konnte das besser!) und die Story ist ja wirklich etwas sonderbar. Toll ist lediglich die Autoverfolgung auf der Küstenstraße bei Sausalito, wenn man sie auf einer größeren Leinwand genießen kann. Ich bin da ja auch schon lang gefahren, allerdings im Minibus eines Altenheims, aber das ist eine andere Geschichte…

Einstein in Berlin

Anlässlich des Einsteinjahrs hat Stattreisen Berlin einen Rundgang zum Thema Einstein in Berlin ins Programm genommen, an dem ich heute teilgenommen habe. Er begann am Kronprinzenpalais, in dem noch bis Ende September eine Einsteinausstellung zu sehen ist. Von dort ging es über den Bebelplatz zur Humboldtuniversität. Auf dem Bebelplatz (vormals Opernplatz) wurden anlässlich der Bücherverbrennung 1933 in Deutschland auch Einsteins Schriften verbrannt, hier befand sich bis nach dem ersten Weltkrieg auch die Verwaltung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, die dabei mitgewirkt hatte, Einstein nach Berlin zu holen. Weiter ging es zur Staatsbibliothek zu Berlin, der ehemaligen Akademiebibliothek und zum ehemaligen Physikalisch-Chemischen Institut der Humboldtuniversität in der Bunsenstraße, neben dem ARD-Hauptstadtstudio. Der Zwischenhalt an dem nach Marie-Elisabeth Lüders benannten Gebäude des Bundestages sollte daran erinnern, dass Einstein mit ihr und anderen zusammen die Deutsche Demokratische Partei gegründet hatte. Dann ging es zum Theater am Schiffbauerdamm, um von Einsteins Verhältnis zu Brecht zu hören. Schließlich schloss der Rundgang im Scheunenviertel, wo Einstein als Jude thematisiert wurde. Die Führung, die von der Stadtführerin Barbara Müller geleitet wurde, war sehr interessant und gut ausgearbeitet – unvorteilhaft war der gelegentlich etwas feministische „Touch“ der Führung (Einstein als Macho, Physiker als Männerclub) und dass die Führerin darauf beharrte, dass Einstein „Ministerpräsident“ von Israel werden sollte, obwohl es um das Amt des Staatspräsidenten ging.
Nach der Tour bin ich in den Chaos Computer Club Berlin (auch so ein Männerclub, s.o.). Diesmal gab es dort nichts zu essen (jedenfalls nichts Gekochtes und die Küche lud nicht sehr zum Kochen ein), und so machten sich ein paar von uns auf, um im Tagore 2 am fernen Rosenthaler Platz indisch zu essen. Das ist ein günstiges, aber leckeres Indisches Restaurant. Auf dem Weg zurück kamen wir dann noch bei Newthinking vorbei; der Laden war zwar geschlossen, aber durch das Schaufenster sahen wir Markus Beckedahl dort sitzen, der uns hineinließ. Wir plauderten dort noch ein wenig und tranken eine Club-Mate. Es war mein erster Besuch bei Newthinking und fand die Räumlichkeiten ganz schön. Anschließend ging es zurück in den Club, wo wir unter anderem Musik von Meiko Kaji hörten.

24, Der Maschinist, Control Room

Da mein letztes richtiges Ferienwochenende wieder zu verregnen drohte, hatte ich mich zu einem Videowochenende entschieden. Das hat den Vorteil, entspannend, unterhaltsam und lehrreich zu sein. Mit zwei anderen hatte ich mich verabredet, die dritte Staffel von 24 zu sehen. Das ist eine Action-Serie, die in Echtzeit über 24 Stunden verläuft, was aber wegen der Werbepausen nur knapp über 16 Stunden sind. Lang genug! Immerhin ergeben sich, wenn man alles hintereinander sieht (und nur so macht es Sinn), zwei volle Kinotage. Das war bei dem Wetter ganz passend! Allerdings hat mich die dritte Staffel im Vergleich zu den ersten beiden etwas enttäuscht. Es gab zuviel „Familientheater“. Am Ende hatte ich wirklich keine Lust mehr!
Am Sonntagabend wollte ich mir dann doch noch etwas Qualität gönnen, also nahm ich eine Flasche Sausenheimer Höllenpfad und den Film Der Maschinist in den Club mit. Der Film, den hukl empfohlen hatte, hat mir vor allem deshalb gut gefallen, weil die filmischen Mittel sehr ausgereizt wurden: Es gab keine lineare Erzählstruktur und die Farben wurden sehr suggestiv eingesetzt. Der Film, der ein wenig an einen meiner Lieblingsfilme, nämlich Memento erinnert, ist durchaus empfehlenswert – allerdings keine leichte Unterhaltung!
Anschließend gab es dann noch eine Doku, nämlich Control Room, über den Fernsehsender Al-Dschasira. Dort wurden ein paar interessante Fragen aufgeworfen: Was sind eigentlich Fakten? Manipulieren die Medien und werden sie manipuliert durch das, was die Zuschauer sehen wollen? Letzteres ist wohl der Fall. Und was Fakten betrifft, so sind sie von Interpretationen wohl kaum zu trennen – jedenfalls im Fernsehn. Der Film vermittelt aber ein durchaus positives Bild von Al-Dschasira. Schließlich ist es schon bewundernswert, in der arabischen Welt einen mehr oder weniger unabhängigen Fernsehsender zu betreiben. Sicher lässt sich über die Unabhängigkeit von Al-Dschasira trefflich streiten, aber das ist wohl bei vielen Sendern der Fall.

WTH d #4

The desastrous weather had its show down on day 4 of What The Hack, as one of the bloggers illustrated very well (and here’s another view). Still, my tent was dry inside, so I continued enjoying the festival. I went to The Fnord News Show which was only moderately funny (as Monty Python have put it: „The German humour is no laughing matter!“) and the Closing session, which was quite interesting. Rop told us that the next Dutch hacker camp (in 4 years) could take place in Germany, since the Dutch regulations are about to become to strict and moreover organizers will have to pay for the massive police presence that the Dutch law requires. So What The Hack +1 (in 4 years) may be exiled.
The evening after the closing session was really nice. We could sit outside and enjoy the chilling atmosphere at the $fooBAR…
To sum up the whole event: It was really cool! I learnt a lot of stuff, made new friends and enjoyed a really interesting event! Inspite of the weather (that didn’t really bother me a lot), it was great to be there! A special thx to Radio SubEther. I listened to it from time to time (e.g. when cooking or eating in the CCC-kitchen tent). I liked the John von Neumann-Feature by Conz very much. Those who missed it can go through the radio wiki and archives.

WTH: Day #3

What The Hack turned into What The Swamp between Day #3 and Day #4. When I came out of my tent, I found a lake just in front of it. Fortunately, Fiedel took a Drainage drill to the camp, so that I could drill a few holes around my tent to drain the ground. (It is really surprising what some people carry around with them).
By the way: take a look at the WTH pics, esp. the night pics. The night illumination organized by Art Event is really great, or to word it more pompously: „It redefines the aesthetics of illumination.“
Today, I didn’t go to many lectures. The lecture on Software patents was somewhat boring, but I liked the one intitled Futureshock to which I went instead. It was slightly psychodelic, but fun. The lecturer talked about the transition between human beings and machines. He talked a lot about Cyborgs and asked how many body parts must still be human to grant a cyborg, machine, machine-man etc. voting rights.